Štola Myší díra, Bergbaustollen in Litice nad Orlicí, Tschechische Republik.
Štola Myší díra ist ein 36 Meter langer Wassergang, der durch den Granitmassiv unter der Burg Litice in Litice nad Orlicí getrieben wurde. Er verläuft durch den Hals zwischen dem Berg Kletná und dem Burgsporn über der Divoká Orlice. 1931 wurde er verbreitert, mit Beton ausgekleidet und mit einem Schütz versehen; an seinem Auslass stehen eine Ausgleichskammer und ein zwei Meter hohes, 28,8 Meter langes Wehr.
Die Štola Myší díra wurde zwischen 1495 und 1521 unter der Herrschaft der Pernštejns durch den Granitmassiv unter Burg Litice getrieben. Wahrscheinlich diente sie als Hochwasserschutzbau für die Gebäude im Tal unter der Burg gegen die Divoká Orlice. 1931 wurde der Kanal verbreitert, mit Beton ausgekleidet und mit einem Schieber versehen; das hölzerne Wehr wurde im selben Jahr repariert und betoniert. 1931–1932 entstand ein kleines Wasserkraftwerk, das erste vollautomatisierte in der Tschechoslowakei, das am 1. April 1932 in Betrieb ging.
Der Kanal ist ein geschütztes Kulturdenkmal der Tschechischen Republik und wird getrennt vom kleinen Wasserkraftwerk geführt, das er speist. Sein Name Myší díra („Mauseloch“) stammt von dem engen, 36 m langen Gang durch den Granit. Das angrenzende Wehr an der Divoká Orlice, 1931 in Beton erneuert, ist 2 m hoch und 28,8 m lang.
Der Kanal durchquert den Felssattel zwischen dem Berg Kletná (535 m) und dem Burgsporn von Litice, wo die Divoká Orlice den Felsvorsprung Hřebínek umfließt. Der Stollen ist 36 m lang; an seinem Auslass steht eine auf gewachsenem Fels gegründete Ausgleichskammer, und das gemauerte Wehr am Fluss ist 2 m hoch und 28,8 m lang. Das Wasser wird am Wehr bei Flusskilometer 66,829 über eine 90 m lange Zuleitung mit 24,5 m Gefälle zum Kleinwasserkraftwerk geführt.
Es ist kein Bergwerk, sondern ein Wasserkanal, der 1495–1521 unter den Pernštejn durch den Granit des Burgfelsens von Litice getrieben wurde, wohl um Hochwasser von den Häusern im Tal abzuleiten. Seit 1931–1932 speist er ein kleines Wasserkraftwerk, das erste vollautomatische in der Tschechoslowakei, das am 1. April 1932 in Betrieb ging.
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