Talsperre an der Weißen Desse, Historische Staumauerruinen in Mariánská Hora, Tschechische Republik.
Desná Dam ist eine Staumauer-Ruine in Mariánská Hora, Tschechien, mit sichtbaren Resten einer Turmanlage und eines Abflusskanals inmitten von Fichtenwald. Die Grundmauern ragen aus der Vegetation hervor und zeigen noch die Form des ursprünglichen Bauwerks am Rand eines kleinen Bachtals.
Der Bau begann 1912 zur Wasserversorgung der wachsenden Industrieregion und wurde bis 1915 weitgehend fertiggestellt. Im September 1916 brach die Staumauer unter dem Druck des angestauten Wassers und löste eine tödliche Flutwelle talabwärts aus.
Der Name erinnert an das nahegelegene Tal des Flusses Desná und die Absicht, dort Trinkwasser zu speichern. Besucher finden heute einen stillen Waldweg mit Holzskulpturen, die an die Opfer der Katastrophe erinnern.
Der Zugang erfolgt zu Fuß über markierte Wanderwege, die von mehreren Parkplätzen in der Umgebung starten. Die Wege durch den Wald können bei Nässe rutschig sein, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Aufstieg.
Die verbliebenen Hohlräume in den Mauerresten bieten heute Schutz für Fledermauskolonien während der Wintermonate. Auf den Informationstafeln am Weg wird die Tragödie als größtes Unglück im tschechischen Wasserbau beschrieben.
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