Georgskirche, Romanisches Kirchengebäude auf der Prager Burg, Tschechische Republik
Die St.-Georgs-Basilika ist eine romanische Kirche im Prager Burgkomplex in Prag, Tschechien, erkennbar an ihrer ockerfarbenen Fassade und zwei weißen Steintürmen unterschiedlicher Breite. Die dreischiffige Anlage zeigt einfache Steinmauern im Inneren mit Rundbögen und schmalen Fenstern, die dem Raum eine gedämpfte Beleuchtung verleihen.
Herzog Vratislav I. gründete die Kirche um 920 als zweite Kultstätte auf der Prager Burg, die später den Benediktinerinnen übergeben wurde. Nach einem Brand im 12. Jahrhundert erhielt das Gebäude seine heutige romanische Gestalt mit den beiden charakteristischen Türmen.
Der Name erinnert an den heiligen Georg, dessen Verehrung sich in der Darstellung des Drachenkampfes an der roten Fassade widerspiegelt. Heute dient das Gebäude als Konzertraum für klassische Musik, wobei die schlichte Steinarchitektur eine natürliche Akustik bietet.
Die Basilika liegt im östlichen Teil des Burgareals, gut sichtbar vom Jiřské-Platz aus nach dem Veitsdom. Der Zugang erfolgt über den gemeinsamen Rundgang durch die Burg, und das Innere ist bei den meisten Besichtigungstouren zugänglich.
Die nördliche Turmspitze neigt sich um etwa 40 Zentimeter zur Seite, eine Besonderheit, die beim Blick von der Basis deutlich sichtbar wird. Diese leichte Schräglage entstand vermutlich während der Bauphase im Mittelalter und blieb bis heute erhalten.
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