Burg Šaumburk, Burgruine in Rajnochovice, Tschechische Republik.
Šaumburk ist eine Burgruine auf einem Hügel in Rajnochovice, deren Steinreste Mauersegmente und Fundamente des mittelalterlichen Befestigungssystems zeigen. Die Überreste verteilen sich über die Kuppe und ermöglichen ein Verständnis der ehemaligen Grundrissanlage.
Bischof Bruno von Schauenburg von Olmütz ließ die Burg nach 1272 als repräsentativen Sitz errichten und benannte sie nach seinem Stammsitz in Niedersachsen. Bereits 1275 ist dort ein Burggraf, Mikuláš z Choryně, belegt; nach Brunos Tod beschädigt, wurde sie repariert und war 1307 wieder funktionsfähig. 1320–1325 bestand noch ein Burggrafenamt, doch Größe und kostspielige Instandhaltung führten zum Untergang, und um die Mitte des 14. Jahrhunderts ersetzte sie die nahe Nový Šaumburk.
Die Burg trägt den Namen des Stammsitzes von Bruno von Schauenburg in Niedersachsen; die tschechische Form Šaumburk gibt diesen deutschen Namen wieder. Ein grün markierter Wanderweg von der Bahnhaltestelle Podhradní Lhota führt an der Stätte vorbei über den Kelčský Javorník zum Bahnhof Loukov.
Die Ruine ist das ganze Jahr über über markierte Wanderwege von der Gemeinde Rajnochovice in der Region Zlín erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände hügelig ist und die Wege uneben sein können.
Der Name der Burg stammt vom Stammsitz des Bischofs Bruno von Schauenburg in Niedersachsen, nicht von einem tschechischen Wort. Die Stätte steht seit 1973 als Kulturdenkmal unter Schutz. Ein grün markierter Wanderweg von der Bahnhaltestelle Podhradní Lhota führt an der Ruine vorbei zur Station Loukov.
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