Festung Olmütz, Militärfestung in Olomouc, Tschechische Republik.
Die Festung Olmütz ist eine Bastionsbefestigung, deren wichtigste erhaltene Teile das Terezská-Tor, ein barocker Ziegelbau mit Steinplastiken und Grasschicht, und das Židovská-Tor mit den noch sichtbaren Aussparungen seiner Zugbrücke sind. Erdwälle, Ravelins und Außenwerke umgeben die Altstadt, und auf einer weiten Ebene stehen zwei lange helle Gebäude mit dunklen Dächern neben einer roten Laufbahn.
Am 15. September 1655 erklärte Kaiser Ferdinand III. Olmütz zur Festung; erster Kommandant wurde Locatello de Locatelli. Nach der schwedischen Besetzung (1642–1650) ließ Maria Theresia 1742–1757 nach Plänen des Ingenieurs Pierre Philippe Bechade de Rochepine einen vollständigen bastionierten Wall errichten. 1758 belagerten die Preußen die Stadt fünf Wochen erfolglos; 1886 wurde die Festung aufgehoben.
Die Terezská brána an der třída Svobody ist ein barockes Ziegeltor des 18. Jahrhunderts mit Steinplastik, heute von Grassoden bedeckt; am Židovská brána sind die Zugbrückenöffnungen erhalten. Die jährlichen Festungstage erinnern an die Belagerung von 1758, die Friedrich II. nach dem Verlust seiner Nachschubtransporte bei Gundersdorf und Domstadtl aufgab.
Vom Bastionsring sind nur Reste erhalten: das Terezská-Tor an der třída Svobody, das Judentor in der Univerzitní-Straße und der Turm Michalský výpad sind zu Fuß zu finden. Die Karte mit der Aufschrift Pevnost Olomouc zeichnet einen nummerierten Weg mit 26 Punkten über den einstigen Ring. Die weite Fläche mit zwei langen hellen Gebäuden und der roten Laufbahn liegt dort, wo die geschleiften Werke standen.
Die Terezská brána an der třída Svobody ist als barockes Ziegeltor mit Grassoden erhalten, und an der Židovská brána sind noch die Aussparungen für die Ketten der Zugbrücke zu sehen. Das Hradská brána wurde 1876 abgerissen, um dem Dómská čtvrť beim Bahnhof Platz zu machen.
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