Villa Primavesi, Secessionsvilla in Olomouc, Tschechische Republik
Villa Primavesi ist ein Privathaus aus der Wiener Secession in Olomouc, das 1906 von Architekt Franz von Krauss erbaut wurde. Das Gebäude besitzt einen ungewöhnlichen Grundriss wie eine englische Halle, mit Mosaikdekorationen und einem kupfernen Brunnen im Esszimmer sowie farbigen Glasfenstern mit Szenen aus Olomouc.
Die Villa Primavesi wurde 1905–1906 von den Wiener Architekten Franz von Krauss und Josef Tölk für Otto Clemens Primavesi, einen Bankier italienischer Herkunft, und seine Frau Eugenia erbaut. 1923 verkaufte die Familie sie an die Zuckerfabrik in Přerov; ab 1926 betrieb MUDr. František Koutný hier ein privates Sanatorium und ließ im ersten Stock zwei Operationssäle einbauen. Nach dem Krieg verstaatlicht, wurde sie 1992 restituiert und 2010 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.
Im Inneren sind Arbeiten der Wiener Werkstätte nach Entwürfen von Anton Hanak erhalten: Esstisch und Stühle, Wandvertäfelungen, Heizkörperverkleidungen und der Kamin. Gustav Klimt porträtierte Mitglieder der Familie Primavesi, seine Werke hingen hier. Im Haus steht ein Mosaikbrunnen mit einem Kopf, wahrscheinlich dem von Mädy Primavesi.
Die Villa steht in der Univerzitní 7 und ist nur teilweise zugänglich, über geführte Besichtigungen; im Erdgeschoss finden Kultur- und Gesellschaftsveranstaltungen statt. Die oberen Etagen dienen als Büros und Touristenunterkünfte, das Untergeschoss mit Terrasse als Café oder Restaurant.
Der Mosaikbrunnen mit einem plastischen Kopf, wohl dem der Mädy Primavesi, steht im Speisezimmer und nicht im Garten. Er stammt aus den Werkstätten der Wiener Werkstätte nach Entwürfen von Anton Hanak, ebenso wie Esstisch, Stühle, Wandverkleidung und Heizkörperverkleidungen.
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