Kernkraftwerk Temelín, Kernkraftwerk in Südböhmen, Tschechische Republik
Temelín ist ein Kernkraftwerk in Südböhmen mit zwei Druckwasserreaktoren sowjetischer Bauart, die zusammen Strom für rund ein Drittel des Landes erzeugen. Die beiden Blöcke stehen innerhalb eines weitläufigen Areals mit Kühltürmen, Schaltanlagen und Nebengebäuden.
Der Bau begann 1987 noch unter kommunistischer Regierung mit sowjetischen Plänen für vier Blöcke. Nach der politischen Wende von 1989 wurden nur zwei Einheiten fertiggestellt, die zwischen 2002 und 2003 ans Netz gingen.
Der Name Temelín stammt von einem kleinen Dorf, das einst hier lag und später der Anlage seinen Namen gab. Besucher sehen große Kühltürme und Gebäude, die heute das Ortsbild prägen und von weitem sichtbar sind.
Das Gelände ist ein abgesicherter Industriekomplex, der nur mit Anmeldung zugänglich ist, und Besichtigungen sind auf das Informationszentrum beschränkt. Wer kommen möchte, sollte im Voraus Kontakt aufnehmen und sich über Öffnungszeiten und Bedingungen erkundigen.
Die Anlage versorgt mehrere umliegende Orte mit Fernwärme aus der Abwärme der Reaktoren. Pläne sehen vor, diese Wärmeleitung künftig bis nach České Budějovice zu erweitern.
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