Synagoge in Děčín-Podmokly, Art Nouveau Synagoge in Podmokly, Tschechische Republik.
Die Synagoge in Podmokly steht am Fuß des Hangs Pastýřská stěna in der Žižkova-Straße und wurde 1907 in einem orientalischen Jugendstil errichtet. Der Gebetsaal im ersten Stock birgt den Aron ha-Kodeš an der Ostwand, einen Kronleuchter aus Bleikristall aus Kamenický Šenov und eine Frauenempore, die über eine Wendeltreppe erreichbar ist.
Die Israelitische Religionsgemeinschaft Bodenbach errichtete die Synagoge 1907 im orientalischen Jugendstil am Hang der Pastýřská stěna; im selben Jahr weihte sie Rabbiner Max Freund. 1941 besetzten die Nationalsozialisten das Gebäude und zeichneten eine Karte Englands auf den Fußboden; als einziges Bauwerk dieser Art im Norden des Landes blieb es erhalten. Die 1993 neu gegründete jüdische Gemeinde erhielt das Gebäude 1996 zurück.
Die Gemeinde wurde am 30. Juli 1887 mit 162 Mitgliedern gegründet, darunter Siegmund Brauner und Karl Heller aus Děčín sowie Gottfried Pick und Moritz Frankl aus Weiher; der Fabrikant Adolf Pächter stand ihr vor und stellte einen Gartenpavillon auf dem Gelände seiner Knopffabrik als provisorische Synagoge zur Verfügung. Seit 1874 fand der Gottesdienst in einem Privathaus statt, 1888 wurde die Begräbnisbruderschaft Chewra Kadischa unter dem Vorsitz von Pick gegründet. Die heute im Toraschrein liegende Rolle stiftete 2005 die jüdische Gemeinde Ostrava, nachdem die ursprüngliche Děčíner Tora zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verschwunden war.
Die Synagoge steht am Hang der Pastýřská stěna in der Žižkova-Straße in Podmokly. Die frühere Frauengalerie, die über eine Wendeltreppe erreichbar ist, dient heute Kunstausstellungen, und im Keller treffen sich Mitglieder der jüdischen Gemeinde Děčín mit ihren Gästen. Das Gebäude wird auch als Ausstellungs- und Konzerthaus genutzt.
1941 besetzten die Nationalsozialisten die Synagoge und zeichneten eine Karte Englands auf ihren Boden. Sie überstand den Krieg als einziges Bauwerk dieser Art im Norden des Landes und gehört seit 1996 wieder der jüdischen Gemeinde, die sie für Ausstellungen und Konzerte nutzt.
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