Stausee Orlík, Wasserkraftwerk-Stausee in Mittelböhmen, Tschechische Republik
Das Orlík-Reservoir erstreckt sich über 68 Kilometer entlang der Moldau und speichert 720 Millionen Kubikmeter Wasser hinter einer 91 Meter hohen Betonmauer. Die Wasseroberfläche bedeckt 27 Quadratkilometer mit verzweigten Buchten zwischen bewaldeten Hügeln.
Der Bau dieser Talsperre begann 1954 und endete 1961, wobei mehrere Dörfer unter Wasser gesetzt wurden. Die Anlage veränderte den Flusslauf grundlegend und schuf eine neue Landschaft in Mittelböhmen.
Der Name dieser künstlichen Wasserfläche stammt von der nahegelegenen Burg, die seit Jahrhunderten über dem Flusstal thront. Fischer kommen hierher wegen des Zanderbestands, während Segler die offenen Wasserflächen zwischen bewaldeten Ufern nutzen.
Bootsverleihe und Campingplätze liegen entlang der Ufer und sind im Sommer gut erreichbar. Mehrere Badestellen bieten Zugang zum Wasser, während Wanderwege die Hügelkämme über dem See verbinden.
Unter der Wasseroberfläche liegt eine Kirche aus dem ehemaligen Dorf Těchnice in 60 Meter Tiefe. Bei niedrigem Wasserstand werden manchmal Grundmauern versunkener Siedlungen sichtbar.
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