Schloss Náchod, Schloss in Náchod, Tschechien
Schloss Náchod ist ein aus einer gotischen Grenzburg hervorgegangenes Schloss auf einem Hügel über dem Marktplatz von Náchod in Ostböhmen. Die hellen Flügel mit Reihen kleiner Fenster werden von einem hohen Mittelturm mit roter Kuppel und Laterne überragt, und der Bau ruht auf einer steinernen Terrasse mit Bogenöffnungen.
Hron von Náchod ließ hier um 1250 eine Grenzburg zum Schutz des Weges von Prag nach Breslau errichten. Die Smiřický bauten sie 1554–1614 zum Renaissanceschloss um, und nach 1634 ließ Ottavio Piccolomini durch Carlo Lurago den Kapellenflügel und neue Befestigungen ergänzen. Bis 1945 blieb das Schloss bei den Schaumburg-Lippe, dann ging es an den Staat.
Die Allianzwappen von Octavio Piccolomini und Maria Benigna von Sachsen-Lauenburg kennzeichnen noch heute die Portale der von ihnen errichteten Bauten. Die Porträtgalerie der Familie ist größtenteils im Schloss verblieben, und zwölf große Schlachtengemälde von Pieter Snayers, heute in Wien, schmückten einst die Räume.
Das Schloss liegt über dem Marktplatz von Náchod, der Zugang führt vom Stadtzentrum den Hügel hinauf. Die Innenräume sind nur mit Führung zugänglich, Höfe und Terrassen begeht man zu Fuß; mit unebenem Pflaster und Treppen ist zu rechnen.
Das Schloss bewahrt eine von Ottavio Piccolomini begründete Porträtgalerie: Die meisten Familienporträts blieben in den Räumen, nur ein Porträt Ottavios gelangte an die Nationalgalerie in Prag. Die zwölf großen Schlachtengemälde, die er bei Pieter Snayers in Auftrag gab, hängen heute im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien.
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