Schloss Zbraslav, Zisterzienserkloster in Praha-Zbraslav, Tschechische Republik.
Das Zbraslav-Kloster verbindet Gotik, Renaissance und Barock in einer Baustruktur, deren Steinmauern sich entlang der Moldau erheben. Die Anlage umfasst Klostergebäude, Kapellen und Außenbereiche, die zusammen einen kompakten religiösen Komplex bilden.
König Wenzel II. von Böhmen gründete das Kloster 1292, das später zum Begräbnisort für die letzten Mitglieder der Přemyslidendynastie wurde. Diese Bestattungen verankerten den Ort als wichtiges Symbol der königlichen Macht während des Mittelalters.
Die Madonnenfigur von Zbraslav stammt aus den 1340er Jahren und zählt zu den bedeutendsten gotischen Gemälden des Mittelalters, die in den Klosterräumen bewahrt werden. Sie verkörpert die religiöse Kunsttradition, die diesen Ort über Jahrhunderte geprägt hat.
Das Kloster liegt am Fluss Vltava südlich von Prag und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadtzentrum aus erreichbar. Der Ort bietet Wege durch die Gebäude und um das Gelände herum, die zu verschiedenen Zeiten des Jahres begehbar sind.
Peter von Zittau, ein bedeutender Abt der Abtei, verfasste die Zbraslav-Chronik, ein wichtiges Geschichtswerk des frühen 14. Jahrhunderts. Dieses Dokument bot Insidern einen seltenen Einblick in das Alltagsleben und politische Ereignisse des mittelalterlichen Böhmens.
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