Palais Vrtba, Neoklassizistischer Palast in Malá Strana, Tschechische Republik.
Der Vrtbovský palác ist ein neoklassizistischer Palast in der Malá Strana, der aus zwei zusammengelegten Renaissancehäusern besteht. Das Gebäude verfügt über eine vierarmige Treppe und mehrere dekorierte Innenhöfe, die Teil eines komplexen architektonischen Konzepts sind.
Der Palast wurde 1726 von Architekt František Maxmilián Kaňka erbaut und verkörpert den neoklassizistischen Stil seiner Zeit. Im Jahr 1800 nahm der kaiserliche Rat Jan Mayer erhebliche bauliche Veränderungen vor, die sein Erscheinungsbild dauerhaft prägten.
Der Palast beherbergt Skulpturen aus der Werkstatt von Matthias Bernard Braun, darunter eine Atlasgestalt, die eine Himmelssphäre trägt und heute im Nationalmuseum bewahrt wird. Diese Werke zeigen die künstlerische Raffinesse, die der Barockzeit eigen war.
Der Palast befindet sich an der Karmelitská-Straße 25 und beherbergt derzeit Büros und private Wohnungen, wobei die historische Struktur und die Gärten erhalten bleiben. Der Zugang kann begrenzt sein, da das Gebäude noch in Privatnutzung ist.
Unter den Renaissance- und neoklassizistischen Schichten liegen Überreste gotischer Fundamente, die zeigen, wie verschiedene Bauepochen übereinander geschichtet sind. Diese verborgenen Strukturen erzählen die längere Geschichte des Ortes jenseits der sichtbaren Architektur.
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