Nationaldenkmal am Veitsberg, Nationaldenkmal und Museum auf dem Vítkov in Žižkov, Prag, Tschechien
Das Nationaldenkmal in Vítkov ist eine funktionalistische Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel im Prager Stadtteil Žižkov, erbaut 1929–1933 nach einem Entwurf von Jan Zázvorka. Seine hellen Steinblöcke steigen in gestaffelten, abgetreppten Abschnitten um einen Mittelturm empor, und eine geschwungene Mauer mit eingeschnitztem Relief trägt eine breite Freitreppe. Auf der Rampe steht auf hohem Sockel ein bronzenes Reiterstandbild des Jan Žižka von Bohumil Kafka.
Der Bau begann 1928 als Denkmal für Legionäre, die im Ersten Weltkrieg und bei der Gründung der Tschechoslowakei kämpften, und wurde 1938 fertiggestellt. Nach 1948 diente das Gebäude unter kommunistischer Herrschaft als Mausoleum für Parteimitglieder, bevor es in den 1990er Jahren neu gewidmet wurde.
Der Name des Hügels stammt von dem Prager Bürger Vítek von Hora, der dort einen Weinberg besaß; die älteste schriftliche Erwähnung stammt von 1041. Das Kolumbarium des Denkmals birgt die sterblichen Überreste eines unbekannten Soldaten der Schlacht bei Zborov und der Dukla-Operation, und im Vorraum hängen Kopien der Fahnen der tschechoslowakischen Legionen.
Der Aufstieg zum Denkmal erfolgt über Treppen oder eine Zufahrtsstraße vom Stadtteil aus, und die meisten Innenräume sind für Rollstuhlfahrer zugänglich. Besucher sollten Zeit einplanen, um die Ausstellung zu besichtigen und den Ausblick von der Terrasse zu genießen, während das Café eine Pause ermöglicht.
Vor dem Eingang steht eine große Reiterstatue von Jan Žižka, die Bohumil Kafka 1950 schuf und zu den größten ihrer Art in Europa zählt. Die Figur misst neun Meter in der Höhe, und das Pferd allein wiegt mehr als 16 Tonnen.
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