Nationales Naturschutzgebiet Isergebirge-Buchenwälder, Naturschutzgebiet in Frýdlant, Tschechische Republik.
Jizerskohorské bučiny ist ein 27 km² großes Nationales Naturschutzgebiet im Norden des Isergebirges, das 1999 durch den Zusammenschluss von sieben älteren Schutzgebieten entstand. Die Kernfläche umfasst 950,9 ha, dazu kommt eine Pufferzone von 1750,4 ha; das Gebiet reicht von 360 m bei der Försterei Dubina bis 1006 m auf den Polední kameny. Tief eingeschnittene Täler und Felsvorsprünge prägen das Gelände, zu dem der rund 30 m hohe Velký Štolpich, der größte Wasserfall des Isergebirges, und der 7 ha große Teich Šolcův rybník gehören.
Das Gebiet wurde 1960 unter Schutz gestellt und seither ohne menschliche Eingriffe bewahrt, dann 1999 zum Nationalreservat erklärt. Diese lange Geschichte der Bewahrung ermöglichte es dem Wald, seine natürliche Struktur und Artenzusammensetzung zu bewahren.
Das Gebiet ist ein Ort, wo alte Buchenwälder die Landschaft prägen und Menschen einen Raum finden, um die Natur in ihrer ursprünglichen Form zu erleben. Besucher können hier verstehen, wie natürliche Waldökosysteme funktionieren und welche Rolle diese Bäume in der europäischen Natur spielen.
Der beste Weg, diesen Wald zu erkunden, ist zu Fuß auf den vorhandenen Wegen, die durch verschiedene Höhenlagen führen. Die Wege können je nach Wetter und Jahreszeit unterschiedlich anspruchsvoll sein, daher ist gutes Schuhwerk ratsam.
Im Juli 2021 wurden diese Buchenwälder als erste tschechische Naturstätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und den bestehenden Buchenurwäldern der Karpaten und anderer Regionen Europas angeschlossen, die Ende 2019 insgesamt 78 Stätten in zwölf Ländern umfassten. Der Antrag war 2019 von der Agentur für Natur- und Landschaftsschutz über das Umweltministerium eingereicht worden.
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