Rotunde Heilig Kreuz, Romanische Rotunde in der Altstadt, Prag, Tschechien
Die Rotunde zum Auffinden des Heiligen Kreuzes ist eine kleine romanische Kapelle an der Ecke Konviktská/Karolíny Světlé in der Prager Altstadt. Ihr runder Saal aus kleinen, lagig gesetzten Opuka-Quadern wird von einer Kuppel mit Laterne überwölbt, die ein vergoldetes Kreuz, eine Mondsichel und einen achtzackigen Stern trägt. Östlich schließt eine halbrunde Apsis mit Rundbogenfries an.
Die Rotunde stammt aus der Zeit nach 1125 und entstand an der Handelsstraße von Vyšehrad zu den Moldauübergängen, möglicherweise als Privatkapelle eines Altstädter Hofes. 1365 ist sie als Pfarrkirche belegt. 1784 machten die Reformen Josefs II. sie zum Lager; 1860 rettete die Umělecká beseda sie vor dem Abriss, und Ignác Ullmann erneuerte das Äußere.
Die Rotunde wird von der Altkatholischen Kirche genutzt und gehört zur Prager altkatholischen Pfarrei, die dort regelmäßige Gottesdienste feiert. Der Name unterscheidet sie von der Kirche zum Heiligen Kreuz des untergegangenen Zyriakenklosters. Der neuromanische Zaun des Grundstücks mit Motiven tschechischer Heckenrosen entstand nach Entwürfen von Josef Mánes.
Die Kapelle befindet sich in der Straße Konviktska und wird von der Altkatholischen Kirche der Tschechischen Republik unterhalten. Besucher sollten wissen, dass dort regelmäßig Gottesdienste stattfinden und die Öffnungszeiten daher variabel sein können.
Die Rotunde liegt im Zentrum eines Kreuzes aus vier frühmittelalterlichen Kirchen: Verbindet man den Veitsdom mit der Longinusrotunde und die Klemenskirche mit der verschwundenen Philipp-und-Jakobus-Kirche in Smíchov, kreuzen sich die Linien hier. In der Nähe wurde ein Denar des Fürsten Jaromír von 1012 gefunden.
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