Kaple svatého Jana Sarkandra, Kapelle auf dem Michalské návrší, Olomouc, Tschechien
Die Kapelle des Heiligen Johannes Sarkander ist ein zweistöckiges Gebäude in Olmütz, das sich durch eine markante Kuppel mit Laterne auszeichnet. Diese architektonische Besonderheit ermöglicht natürliches Licht, das durch die zylindrische Struktur in den Betraum fließt.
Hier befanden sich ein Stadtgefängnis und eine Folterkammer, in der Jan Sarkander 1620 gefoltert wurde; er starb im selben Jahr. 1672–1673 wurde an dieser Stelle eine Kapelle errichtet, 1721–1724 von Jan Jakub Kniebandl barock umgebaut und 1908–1912 durch die heutige neubarocke Kapelle nach Plänen von Eduard Sochor ersetzt, die Erzbischof Bauer weihte.
Der Name der Kapelle erinnert an Jan Sarkander, der am 21. Mai 1995 heiliggesprochen wurde; 2007 wurde davor zu diesem Jubiläum ein Brunnen namens Pramen živé vody sv. Jana Sarkandra des Bildhauers Otmar Oliva aufgestellt. Im Inneren zeigen Fresken von Jano Köhler Szenen aus seinem Leben, und eine lateinische Inschrift an den Wänden verweist auf seinen Sieg über das Leiden.
Die Kapelle steht auf dem Michalské návrší an der Ecke Na hradě und Mahlerova; von der Mahlerova führt eine zweiläufige Steintreppe hinauf, neben der eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk steht. Der Hof zwischen Kapelle und Sarkandrina-Gebäude ist im Osten durch ein Eisentor abgeschlossen. In der unteren Kapelle sind der originale Streckbock und ein Brunnen erhalten.
Der Kapellenboden hat eine kreisförmige Öffnung, die Blicke in die unterirdische Gefängniskammer mit originalen Folterwerkzeugen aus Sarkanders Zeit gewährt. Dies schafft eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Gebetsraum oben und dem Ort des Leidens darunter.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.344 Mitwirkenden weltweit.