Zámek Bílá, Hölzernes Jagdschloss in Bílá, Tschechische Republik
Bílá ist ein eingeschossiges hölzernes Jagdschlösschen von 1906 mit Schindeldach und einem zweigeschossigen quadratischen Eckturm. Es besteht aus einem Wohnturm und einem Wohn-"Palais"; der Turm hat einen Balkon, alle Fenster sind mit Läden versehen, und der Eingang führt über eine Veranda.
Bílá gehörte den Olmützer Erzbischöfen, die die Umgebung schätzten. 1906 ließ Erzbischof František Saleský Bauer hier ein hölzernes Jagdschlösschen errichten, das als Sommerresidenz und Jagdhütte diente. Heute wird es als Unterkunft genutzt und ist seit 2010 als Kulturdenkmal geschützt.
Der Name des Schlösschens stammt vom Dorf Bílá, dessen Umgebung die Olmützer Erzbischöfe als Jagdrevier schätzten. Im Inneren erinnern ein zeitgenössischer Lüster aus Jagdtrophäen und mit Geweihen gesäumte Treppen an die jagdliche Nutzung. Eine 2008 geweihte Hubertuskapelle ist Schauplatz der Hubertusmesse.
Das Jagdschlösschen liegt am Rand von Bílá am Bach Smradlavá, nahe der hölzernen Kirche des hl. Bedřich. Ein grüner Wanderweg von der Siedlung Černá führt am Gebäude vorbei weiter zur Masaryk-Hütte; ein blauer Weg verläuft am Ortsrand Richtung Gipfel Bobek. Der Ort ist über die Straße I/56 von Hlavatá oder von Ostravice über die Talsperre Šance erreichbar.
Die Kapelle des hl. Hubertus auf dem Gelände wurde 2008 von Bischof Lobkowicz während einer Hubertusmesse geweiht. Der ursprüngliche Stall dient noch heute seinem Zweck, und die Treppen des Jagdschlosses sind mit Geweihen gesäumt.
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