Bílá skála, Naturdenkmal in Libeň, Tschechische Republik
Bílá skála ist ein 7,65 Hektar großes Naturdenkmal am rechten Moldauufer in Libeň, das aus zwei nach Süden ausgerichteten Felsspornen besteht, Bílá skála und Koráb, getrennt durch die Straße Bulovka. Das Gestein sind schwarze Schiefer, Quarzite, Sandsteine und Tonsteine; in der Mitte des Gebiets liegt ein aufgelassener, mit Schutt gefüllter Steinbruch.
Weinberge bedeckten das Gebiet auf Müllers Karte von 1720, und Anfang des 19. Jahrhunderts wuchsen Reben nur noch an den Hängen des Koráb. Im 19. Jahrhundert nutzten die Artilleristen von Manin Bílá skála als Ziel für Übungsschüsse. Der Abbau im Südwandbruch endete um 1909, und die Stätte wurde durch die Prager Verordnung 5/1988 vom 4. Juli 1988 zum Naturdenkmal erklärt.
Der Name stammt von Eduard Štorchs Roman Lovci mamutů, der das Lager der Mammutjäger-Gruppe auf diesen Felssporn über der Moldau verlegt. Die Oberkante der Klippe nutzt der Salon Hell.cz, der Menschen an Haken und Seilen von den Bäumen hängen lässt.
Das Gebiet ist wegen dichten Bewuchses schwer zugänglich und wird von Touristen kaum beachtet; es gibt keine markierten Wanderwege, keine Schilder mit Staatswappen und keine Informationstafeln. Radwege verlaufen an seinem Südrand entlang der Straße Povltavská am rechten Moldauufer. Das Gelände reicht von 184 bis 258 m über dem Meer.
Der Name stammt nicht von der Farbe des Gesteins, sondern von Eduard Štorchs hier spielendem Roman Lovci mamutů: In dessen letztem Teil lagert die Jagdschar des Mamutík auf diesem Moldau-Sporn. Der Psychotroniker Pavel Kozák verortete später einen vier Meter großen Energiewirbel in einem dreistämmigen Busch am Westrand.
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