Kopistská výsypka, Naturdenkmal in Most, Tschechische Republik.
Die Kopistská výsypka ist ein Naturschutzgebiet zwischen Most und Litvínov mit einer Fläche von etwa 327 Hektar und Höhenlage zwischen 232 und 280 Metern. Der künstlich regulierte Fluss Bílina umgibt das Gelände von Westen, Norden und Osten und schafft auf diese Weise eine natürliche Grenze.
Von 1945 bis 1976 entwickelte sich das Gebiet von Agrarland und kleinen Bergbauschächten zu einer Deponie, die Materialien aus dem Tagebau Obránců míru aufnahm. Diese Nutzungsänderung prägte das Gelände nachhaltig und führte letztlich zur heutigen naturschutzrechtlichen Unterschutzstellung.
Der Name erinnert an das Dorf Kopisty, das etwa 2 km östlich lag und verschwunden ist; die Halde liegt auf den Katastern weiterer untergegangener Dörfer, Dolní Jiřetín, Souš und Třebušice. Der Ort gilt zudem als größte Wildnis der Region Most, und sein 1962–1969 gepflanzter Wald ist der größte im Moster Becken.
Das Gelände liegt zwischen Most und Litvínov, begrenzt vom Bett der Bílina und dem Moster Verkehrskorridor; der 3 km lange und 50 m breite Heizleitungsstreifen durchschneidet den Wald und bleibt vegetationsfrei. Der Boden ist eine rekultivierte Abraumhalde zwischen 232 und 280 m Höhe, daher sind unebenes Gelände und wassergefüllte Mulden zu erwarten.
Der größte Wald des Moster Beckens entstand hier aus 1,23 Millionen Baumsetzlingen und rund einer halben Million Sträuchern, die zwischen 1962 und 1969 auf 295 Hektar gepflanzt wurden. Das Gebiet beherbergt zudem eine der größten Populationen des Kammmolchs in der Region Ústí nad Labem.
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