Letohrádek Portz, Barockes Jagdschloss in Mikulov, Tschechische Republik.
Der Letohrádek Portz ist ein barockes Jagdschloss in Mikulov mit eleganten Fassaden, gewölbten Räumen und kunstvoll gestalteten Innenräumen. Das zweistöckige Gebäude zeichnet sich durch seine symmetrische Anordnung und die feinen dekorativen Details der barocken Periode aus.
Kardinal Franz von Dietrichstein ließ das Lustschlösschen 1627 auf einer quadratischen Terrasse mit vier Eckbastionen errichten; die Südostbastion lag bereits auf niederösterreichischem Boden in Drasenhofen. Im 18. und 19. Jahrhundert umgebaut, blieb nur der manieristische Kern erhalten, Balkone und doppelte Treppe stammen aus der Barockphase. Nach 1945 im bewachten Grenzstreifen gelegen, verlor es das Dach; seit 2010 restaurieren Michal und Petra Cibulková den Bau.
Die Dietrichsteiner nutzten das Lustschlösschen nur bei seltenen Anlässen; Eduard VIII. und Wallis Simpson besuchten es kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Heute veranstalten das Ehepaar Cibulka, das nach 2010 die vollständige Rekonstruktion begann, dort kulturelle Events für die Öffentlichkeit.
Das Lustschlösschen steht auf Tichý ostrov am Nový rybník, außerhalb von Mikulov nahe der mährisch-niederösterreichischen Grenze, nicht im Ortszentrum. Der Zugang zur Insel führt von Süden über die 2020 wiederhergestellte fünfzehnbogige Ziegelbrücke. Das Gelände ist privat, dient als Unterkunft und Firmensitz, Besuche richten sich nach den Kulturveranstaltungen.
1672 wurden für den Besuch Kaiser Leopolds I. und seiner Frau Margarete von Spanien venezianische Gondeln hierher gebracht, während kaiserliche Musiker aus Wien ihre Fahrten auf dem Teich begleiteten. Kleine Türen bei den Wirtschaftsgebäuden führen in ein System unterirdischer Gänge, von denen einige zum Lustschlösschen verlaufen.
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