Burg Kunžvart, Burgruine im Böhmerwald, Tschechien
Kunžvart ist eine Burgruine auf einem Granitfelsen auf 1037 m Höhe am Ostgrat des Berges Strážný, 1,5 km nordwestlich von Strážný. Ihr einziges Steingebäude war ein quadratischer Bergfried mit 10,55 × 10,65 m Seitenlänge, 240 cm dicken Mauern und abgerundeter Westecke; die Ringmauer war aus Holz.
Kunžvart wurde 1359 erstmals urkundlich erwähnt, als Karl IV. Pešek von Janovice und dessen Neffen als Besitzer der Herrschaft Vimperk bestätigte. Unter Wenzel IV. wuchs die Bedeutung, der einen Zweig des Goldenen Steigs über Vimperk mit Zollrecht zuließ. 1547 unbewohnt und 1578 durch einen Brand beschädigt, wurde das Mauerwerk ab 1575 als Baumaterial abgetragen.
Die Ruine wird heute von Wanderern und Geschichtsinteressierten besucht, die sich für die mittelalterliche Architektur der Region interessieren. Der Ort zeigt, wie Burgen in dieser Landschaft gebaut wurden und welche Rolle sie im Alltag der Menschen spielten.
Der Zugang zur Ruine erfordert gute Trekkingschuhe und Vorsicht auf unebenen Steinflächen. Besucher sollten auf markierten Pfaden bleiben, um sich nicht zu verlaufen und die alten Mauern nicht zu beschädigen.
Ab 1575 wurde das Mauerwerk des Turms als Baumaterial abgetragen, und ein Teil der Portalumrahmung diente später als Eingang zum Bauernhof Nr. 5 in Kořenný. Die Ruine steht seit dem 3. Mai 1958 unter Denkmalschutz.
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