Nationalpark Šumava, Nationalpark in Plzeňský kraj, Tschechische Republik
Der Šumava-Nationalpark ist ein Schutzgebiet im südwestlichen Teil der Tschechischen Republik, das sich über Klatovy, Prachatice und Český Krumlov erstreckt. Das Gelände steigt bis auf etwa 1.378 Meter (4.521 Fuß) Höhe und besteht aus dichten Nadelwäldern, flachen Hochmooren und mehreren eiszeitlichen Gletscherseen.
Die tschechische Regierung gründete den Schutzbereich im März 1991, um die Ökosysteme der Böhmischen Waldberge nach Jahrzehnten militärischer Absperrung wiederherzustellen. Die Zone blieb während des Kalten Krieges für die Öffentlichkeit gesperrt und viele Lebensräume blieben dadurch unbeeinflusst.
Der Schutzbereich trägt seinen Namen von dem alten tschechischen Wort für das rauschende Geräusch des Windes in den Wäldern und Bächen. Diese Gegend verbindet heute Menschen aus beiden Ländern durch gemeinsame Wanderwege und Naturprojekte entlang der Grenze.
Die meisten markierten Wanderpfade liegen auf mittlerer Höhe und eignen sich für Besucher mit normalem Fitnesslevel, während steile Routen zu Gipfeln mehr Vorbereitung erfordern. Informationszentren an mehreren Eingängen bieten Karten und Ratschläge zur Orientierung in den weitläufigen Waldgebieten.
Der Schutzbereich beherbergt seltene Arten wie Luchs, Auerhahn und endemische Insekten, die ausschließlich in den örtlichen Mooren leben. Einige Hochmoore gehören zu den ältesten Ökosystemen Mitteleuropas und reichen mehr als 12.000 Jahre zurück.
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