Lusen, Berggipfel in Bayern, Deutschland
Lusen ist ein 1373 Meter hoher Granitberg im Nationalpark Bayerischer Wald mit ausgedehnten Granitblockfeldern, den sogenannten Blockmeeren, die seine Hänge prägen. Diese Steinfelder entstanden durch Verwitterung und geben dem Berg ein charakteristisches, felsenreiches Aussehen.
Der Berg ist auf Bayerns ältester bekannter Karte von 1523 verzeichnet, die von Johannes Aventinus erstellt wurde. Der Name könnte auf frühe keltische Siedlungen in der Region zurückgehen.
Das Gipfelkreuz wurde 1947 von der katholischen Jugend aufgestellt und später durch eine Jesusstatue ergänzt, die das religiöse Verständnis der lokalen Bevölkerung widerspiegelt.
Der kürzeste Aufstieg beginnt am Parkplatz unterhalb des Lusen und dauert etwa 1,5 Stunden. Von Waldhäuser führen zwei Wege hinauf: der Sommerweg, dessen letzte 1,5 Kilometer schnurgerade über die Westseite zur steilen Steintreppe „Himmelsleiter“ verlaufen, und der Winterweg, auf dem die lange Schlittenabfahrt möglich ist. Das Lusenschutzhaus, 30 Höhenmeter unter dem Gipfel, bietet Übernachtung und Bewirtung und ist im Winter am Wochenende bewirtschaftet.
Das Blockmeer am Gipfel steht auf der Liste der „100 schönsten Geotope Bayerns“. Der Berg markiert zudem ein früheres Dreiländereck: Am Markfleckl, rund 300 m nördlich des Gipfels auf 1299 m, trafen bis 1803 die Hoheitsgebiete des Kurfürstentums Bayern, des Königreichs Böhmen und des Fürstbistums Passau zusammen.
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