Kostel svatého Martina z Tours, Mittelalterlicher Sakralbau in Vnitřní Město, Tschechische Republik.
Die Kirche des Heiligen Martin ist ein Gotteshaus in Vnitřní Město, das Steinmauer- und Ziegelkonstruktion mit Barockstilelementen verbindet und Reliefs, Bilder sowie verzierte Innenräume aufweist. Das Gebäude prägt mit seinem Aufbau und seinen Verzierungen das Bild des inneren Stadtzentrums.
Die Kirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von Abt Martin des Klosters Třebíč gegründet und wurde im 14. Jahrhundert Pfarrkirche. Vilém z Pernštejna ließ sie 1502 nach den Hussitenkriegen umbauen; ab 1707 erweiterten Barockarbeiten die Anna- und Josefskapelle und verbanden die Kirche mit dem Stadtturm.
Die Kirche ist dem heiligen Martin von Tours geweiht, und der umgebende Platz Martinské náměstí trägt seinen Namen sowie den des Abtes Martin II. des Klosters Třebíč. Der Vater des Komponisten František Václav Míča spielte hier die Orgel; 1796 wurde ein neues Instrument von Jan Komorník aus Rouchovany gekauft.
Die Kirche steht am Martinské náměstí im Vnitřní Město, ihr 75 Meter hoher Stadtturm erhebt sich neben dem Schiff; 1715 wurde der Turm mit der Kirche verbunden. 1905 wurde das Sakristeidach als flache Terrasse mit Balustrade und Vasen neu gebaut, und im Juli 1991 öffneten Archäologen die Krypta unter dem Fußboden.
Der 75 Meter hohe Stadtturm trägt ein schwarzes Zifferblatt mit weißen römischen Zahlen unter einer grünen Zwiebelkuppe und einem schlanken Spitzhelm. Bei der Renovierung 1991 brachen Arbeiter ein Gewölbe auf und ließen Archäologen in eine Krypta hinab, die sich als leer erwies; Gebeine und Reste alter Särge fand man nur im Ossarium unter dem Hauptaltar.
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