Lapidarium des Nationalmuseums, Steinbildhauereimuseum in Holešovice, Prag, Tschechische Republik
Das Lapidarium der Nationalen Museum ist ein Museum für Steinskulpturen in Holešovice mit etwa 400 permanenten Werken, architektonischen Fragmenten und Grabmälern, die in acht Ausstellungshallen verteilt sind. Der Bestand umfasst Objekte aus verschiedenen Epochen und prägt damit einen Überblick über die Geschichte der Steinbearbeitung in Böhmen.
Das Museum entstand 1905 und bewahrte Steinplastiken aus dem 11. Jahrhundert, darunter auch originale gotische Statuen vom Karlsbrückturm. Der Bestand dokumentiert damit längere Kunststraditionen, die teilweise aus zerstörten oder veränderten Gebäuden stammen.
Die Sammlung zeigt Werke von namhaften Künstlern wie Matthias Bernard Braun und Ferdinand Maximilian Brokoff, die verschiedene Epochen der böhmischen Bildhauertradition repräsentieren. Diese Arbeiten zeigen, wie sich der Stil und die Technik der Steinbearbeitung über die Jahrhunderte hinweg entwickelt haben.
Das Museum bietet Saisonausstellungen mit Führungen, Bildungsprogrammen und Workshops an, die sich auf Steinskulpturen und Architekturgeschichte konzentrieren. Der Besuch funktioniert am besten, wenn man sich Zeit für die verschiedenen Themen der einzelnen Hallen nimmt.
Die Sammlung umfasst Grabsteine aus abgerissenen Prager Friedhöfen und romanische Fragmente aus der ursprünglichen Sankt-Vitus-Basilika des 11. Jahrhunderts. Diese Werke erzählen Geschichten von verlorenen Bauten und religiösen Stätten, die sonst niemand sehen kann.
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