Planetárium Praha, Astronomisches Bildungszentrum in Bubeneč, Prag, Tschechische Republik
Das Planetárium Praha ist ein astronomisches Zentrum im Stadtteil Bubeneč in Prag, das in einem markanten Kuppelbau untergebracht ist. Die Kuppel überspannt einen großen Vorführsaal, in dem der Sternenhimmel mithilfe von Projektionstechnik rundum an die gewölbte Decke projiziert wird.
Der Ursprung des Planetariums geht auf die Leipziger Messe 1954 zurück, wo der Prager Bürgermeister Václav Vacek mit Carl Zeiss Jena einen Vertrag über zwei Projektoren im Wert von 10 Millionen Kčs unterzeichnete, einen für Prag und einen für Bratislava. Der Bau begann 1958 nach einem Entwurf des Architekten Jaroslav Fragner, das Gebäude wurde am 20. November 1960 eröffnet. Der Astronom und Kartograf Antonín Rükl leitete es von 1960 bis 1999.
Das Planetarium wird von Planetum betrieben, der städtischen Organisation, zu der auch die Štefánik-Sternwarte auf dem Petřín und die Sternwarte Ďáblice gehören. Sein Gebäude nach Plänen von Jaroslav Fragner steht in der Královská obora (Stromovka) in Prag 7, neben dem Výstaviště. Der Name Planetum fasst alle drei Standorte unter einer Marke zusammen.
Die beste Sicht auf die Projektion hat man von einem Sitzplatz in der Mitte des Saals, da die Kuppel dort den größten Teil des Gesichtsfelds ausfüllt. Die Vorführungen finden in einem abgedunkelten Raum statt, und da man den Blick die ganze Zeit nach oben richtet, empfiehlt es sich, bequeme Kleidung zu tragen.
Der optomechanische Projektor Cosmorama von 1991 ist das letzte noch funktionierende Gerät seiner Art; er sitzt auf beweglichen Armen, damit er bei der digitalen Projektion verborgen werden kann. Die Renovierung 2023–2025 ersetzte die 23,5 m große Projektionsfläche durch eine LED-Kuppel von 22 m mit über 45 Millionen Mikro-LEDs, die erste ihrer Art in Europa.
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