Reichsstraßenbrücke, Straßenbogenbrücke in Nymburk, Tschechische Republik
Die Straßenbrücke in Nymburk ist ein Stahlbetonbauwerk mit drei eingespannten Bögen von 35, 35 und 40 Metern Spannweite, das die Elbe zwischen dem Přemyslovců-Platz und Zálabí überspannt. Die Gesamtlänge beträgt 118 Meter, die Fahrbahnbreite 8,5 Meter. Die spätsecessionistische Ausstattung umfasst quaderverkleidete Pfeiler, Pylone und Schilde mit böhmischen Löwen auf der Stromseite.
Die Stahlbetonbrücke von 1912 ersetzte einen seit der Stadtgründung belegten Holzübergang; jene ältere Brücke wurde 1640 von schwedischen Truppen niedergebrannt und durch Hochwasser und Eis beschädigt. Entworfen von František Roith und ausgeführt von der Prager Firma Ing. Karel Herzán, war sie die erste ihrer Art in Böhmen. Seit 1965 steht sie als technisches Denkmal unter Schutz.
Das Bauwerk erhielt die Auszeichnung als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik mit der Denkmalnummer 17631/2-1898 für seine architektonische Bedeutung.
Fußgänger können die Brücke selbst nicht überqueren: Seit die Fahrbahn auf Kosten der Gehwege verbreitert wurde, ist der Fußgängerverkehr dort verboten. Etwa 70 Meter flussabwärts stand ein eigener Fußgängersteg, der am 3. August 2018 nach negativen Gutachten abgerissen wurde. Die Brücke erreicht man vom Přemyslovců-Platz im Zentrum und von der Kolínská-Straße in Zálabí.
Eine Tafel am Standort des ehemaligen Mostecká-Tors nennt die Brücke die älteste Stahlbetonbrücke Böhmens, wahrscheinlich ist sie jedoch die älteste tschechische Betonbrücke über die Elbe. Ihre drei eingespannten Bögen haben Spannweiten von 35 m an den Enden und 40 m in der Mitte.
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