Mariensäule, Barocke Pestsäule in Nymburk, Tschechische Republik
Die Mariensäule ist eine barocke Pestsäule aus Sandstein auf dem náměstí Přemyslovců in Nymburk, mit einem mehrstufigen Sockel, an dessen Ecken Statuen des heiligen Wenzel, des heiligen Ägidius, des heiligen Florian und des heiligen Josef stehen. Ein prismatischer Postament mit lateinischen Inschriften steigt zu einem konischen Schaft auf, der von einer unterlebensgroßen Statue der Jungfrau Maria bekrönt wird.
Nymburk wurde 1549, 1563, 1598, 1606 und zuletzt 1713 von der Pest getroffen; vier Jahre später wurde die Sandsteinsäule auf dem Hauptplatz errichtet. Die Datierung steht in einer lateinischen Inschrift am Postament, das Werk wird Jan Jiří Šlanzovský zugeschrieben, der 1719 in Kostelec nad Černými lesy eine fast gleiche Mariensäule schuf. 1857 wurde die Figurengruppe repariert.
Die vier Heiligen um die Säule wurden aus lokalen Gründen gewählt: Der heilige Ägidius ist seit 1636 Patron der gotischen Stadtkirche St. Ägidius, der heilige Wenzel ist Landespatron Böhmens, und der heilige Florian schützt vor den Bränden, die Nymburk wiederholt heimsuchten. Josef von Nazaret mit dem Jesuskind vervollständigt die Gruppe.
Die Säule steht auf dem náměstí Přemyslovců, dem zentralen Platz von Nymburk, der von den umliegenden Straßen zu Fuß erreichbar ist. Der mehrstufige Sockel und die vier Eckstatuen von Wenzel, Ägidius, Florian und Josef sind frei umgehbar. Suchen Sie am Schaft die vier lateinischen Chronogramme, die alle das Jahr 1717 ergeben.
Vier lateinische Chronogramme am Schaft ergeben jeweils die Jahreszahl 1717, das Errichtungsjahr der Säule. Das Sandsteinmonument wird Jan Jiří Šlanzovský zugeschrieben, der 1719 für Kostelec nad Černými lesy eine fast gleiche Mariensäule schuf. Der Restaurator Jan Brabec reparierte die Säule 2014, nachdem Wasser in den Hauptsockel eingedrungen war.
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