Negrelliviadukt, Eisenbahnbrücke in Prag, Tschechische Republik
Der Negrelli-Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke aus Stein, die sich mit etwa hundert Bögen über die Moldau erstreckt und verschiedene Materialien wie Granit, Sandstein und Ziegel verbindet. Die Konstruktion verbindet den Masarykov-Bahnhof mit dem Stadtteil Bubny und durchquert mehrere Bezirke der Stadt.
Der Bau begann 1846 unter Leitung des österreichischen Ingenieurs Alois Negrelli und wurde 1850 abgeschlossen, wobei tausende Arbeiter an dem ehrgeizigen Projekt beteiligt waren. Die fertiggestellte Brücke war damals ein beeindruckendes technisches Leistung in Zentraleuropa und ermöglichte die Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Seiten des Flusses.
Die Brücke trägt den Namen ihres Erbauers und wird heute von Einheimischen und Besuchern bewundert, die vom nahe gelegenen Ufer aus die markanten Bögen betrachten. Sie verbindet zwei unterschiedliche Stadtteile miteinander und prägt bis heute das Gesicht der Uferlandschaft.
Der beste Blickpunkt liegt von den Uferwegen oder Parks in der Nähe, besonders bei Tageslichtverhältnissen, die die Steinarbeiten deutlich sichtbar machen. Die Brücke ist von mehreren Seiten zugänglich und wird täglich von Zügen befahren, daher sollte man Sicherheitsabstände beachten, wenn man von unten fotografiert.
Die Brücke war bei ihrer Fertigstellung eine Rekordlänge und galt lange als beeindruckendster Eisenbahn-Viadukt in Europa, bis neuere Konstruktionen sie übertrafen. Dieses zeitweise führende Status spricht davon, wie innovativ die Ingenieurleistung damals war.
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