Karlín, Stadtbezirk in Prag 8, Tschechische Republik
Karlín ist ein Wohnviertel im Osten von Prag, das sich zwischen der Moldau und dem Vitkov-Hügel erstreckt und aus Wohnhäusern, Bürogebäuden und Grünanlagen besteht. Die Architektur mischt neuere Bauten mit sanierten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, die dem Stadtteil sein besonderes Gesicht geben.
Der Stadtteil entstand 1817 als eigenständige Stadt und war nach Kaiserin Karoline Augusta von Bayern benannt, bevor er 1922 durch eine Verwaltungsreform mit Prag verschmolz. Die Gegend entwickelte sich zunächst als Industriegebiet, kam aber später zu neuer Bedeutung.
Das Stadtbild prägt sich durch die kleine Kirche der Heiligen Kyrill und Method ein, die als lokaler Treffpunkt dient und das Viertel mit religiöser Tradition verbindet. Kunstgalerien und Theater zeigen die künstlerische Seite des Ortes, wo man immer wieder neue Ausstellungen und Aufführungen entdeckt.
Die Gegend ist durch die U-Bahn-Station Křižíkova mit dem Zentrum Prags verbunden und wird von mehreren Trambahnlinien sowie einem Radwegenetz am Fluss durchquert. Besucher können mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht das Viertel erkunden oder entlang der Moldau spazieren.
Nach dem verheerenden Hochwasser von 2002 wurde das Viertel grundlegend saniert und verwandelte sich von einer Industriezone in ein modernes Geschäftsviertel. Diese Wiedergeburt machte den Ort zu einem Beispiel für urbane Erneuerung in Mitteleuropa.
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