St. Cyrill und Method, Neuromanische Kirche in Karlín, Tschechische Republik
Die Kirche der Heiligen Kyrill und Methodius ist ein neoromantischer Sakralbau mit Basilika-Grundriss und zwei markanten Türmen in Karlín. Das Bauwerk erstreckt sich über 75 Meter in die Länge und 40 Meter in die Breite mit charakteristischen Rundbögen und Mauerwerk im neoromanischen Stil.
Der Grundstein wurde 1854 gelegt, und die Kirche wurde 1863 konsekriert, was den Abschluss einer bedeutsamen Bauphase im 19. Jahrhundert markierte. Das Projekt entstand während einer Zeit intensiven kirchlichen Bauens in Prag, als viele neue Sakralbauten die wachsenden Stadtteile prägen sollten.
Der Innenraum zeigt Werke tschechischer und österreichischer Künstler, darunter bronzerne Eingangstore von Josef Manes, die Szenen aus dem Leben der Heiligen darstellen. Diese künstlerische Zusammenarbeit prägte das Erscheinungsbild des Ortes und macht ihn zu einem Zeugnis der kulturellen Beziehungen seiner Zeit.
Besucher finden hier das ganze Jahr über regelmäßige Gottesdienste nach dem katholischen Kalender vor. Bei der Signal Festival im Herbst wird die Fassade mit Lichtprojektionen beleuchtet, was einen besonderen visuellen Eindruck schafft.
Die Kirche wurde 2002 durch eine Flutkatastrophe schwer beschädigt, als Wasser bis zu 1,5 Meter hochstand. Eine umfangreiche Restaurierung zwischen 2003 und 2006 machte das Bauwerk wieder nutzbar und zeigt heute die Widerstandsfähigkeit des Ortes gegen Naturereignisse.
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