Synagogue in Karlín, Synagoge aus dem 19. Jahrhundert in Karlín, Tschechische Republik
Die Synagoge in Karlín ist ein ehemaliges jüdisches Bethaus, das 1861 im neuromanischen Stil in der Vítkova-Straße erbaut wurde. Ihr Inneres wurde zwischen 1928 und 1930 im funktionalistischen Stil umgestaltet. Seit 1953 nutzt sie die Tschechoslowakische Hussitische Kirche, die einen neuen Eingang von der Vítkova-Straße, einen Chor und eine Orgel hinzufügte und die Frauengalerie entfernte.
1861 wurde die Synagoge im neuromanischen Stil für die wohlhabende jüdische Gemeinde Karlíns errichtet; Gottesdienste fanden bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs statt. Der letzte Rabbiner, Dr. Isidor Hirsch, wurde 1939 von den Nationalsozialisten zwangsweise pensioniert und starb ein Jahr später. 1950 verkaufte die jüdische Gemeinde das Gebäude an die Tschechoslowakische Hussitische Kirche.
Das Gebäude gehört seit 1950 der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, die es für ihre eigene Liturgie umbaute. 1953 wurde ein neuer Eingang von der Vítkova-Straße geschaffen, die Frauengalerie abgerissen und im Hauptsaal eine Empore mit Orgel eingefügt. Der Maler und Architekt Cyril Chramosta brachte dort ein Gemälde an, das Jan Žižka und Jan Rokycana beim Friedensschluss auf dem Špitálské-Feld zeigt.
Das Gebäude dient als Pfarramt der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche; 1953 wurde von der Vítkova-Straße aus ein neuer Eingang geschaffen. Wer den Hauptsaal mit Chor, Orgel und dem Gemälde von Cyril Chramosta sehen möchte, sollte sich vorab an die Gemeinde wenden und nicht mit offenen Besuchszeiten rechnen.
Die Synagoge entstand gleichzeitig mit der nahen Karlíner Kirche St. Cyrill und Method, die ebenfalls neuromanisch ist. Der Maler, Grafiker und Baumeister Cyril Chramosta brachte im Hauptsaal ein Gemälde an, das Jan Žižka und Jan Rokycana beim Friedensschluss auf dem Špitálské-Feld zeigt.
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