Malý Blaník, Naturschutzgebiet in Louňovice pod Blaníkem, Tschechische Republik.
Malý Blaník ist ein Naturschutzgebiet, das den größten Teil des gleichnamigen, 580 m hohen Berges im Blaník-Massiv im Bezirk Benešov südlich von Vlašim einnimmt. Es schützt einen natürlichen bodensauren Buchenwald auf Gesteinsformationen aus Blaníker Orthorulit mit seltenen Arten wie Hohltaube und Uhu. Auf dem Gipfel stehen noch die Umfassungsmauern einer Barockkapelle von 1753.
Das Gebiet wurde 1992 offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen und erhielt damit rechtlichen Schutz für seine Ökosysteme. Diese Ernennung war Teil größerer Bemühungen zur Bewahrung natürlicher Lebensräume in der Region Benešov.
Die Wallfahrten zum Malý Blaník galten Maria Magdalena, belegt durch einen Text von 1543 des Vlašimer Priesters Václav Rosa; die Messe fand am 22. Juli statt. Die barocke Magdalenenkapelle, vor 1753 unter Erzbischof Khünburg errichtet, ist nur als Ruine mit erhaltenen Umfassungsmauern überliefert.
Das Reservat liegt in der ersten Zone des Landschaftsschutzgebiets Blaník, etwa 10 km südlich von Vlašim, am Hang des 580 m hohen Malý Blaník. Ein rot markierter Wanderweg und der Lehrpfad Malý Blaník – Podlesí führen hindurch. Auf dem Gipfel steht die Ruine der Magdalenenkapelle, der Untergrund ist Blaníker Orthogneis.
In der Ruine der Magdalenenkapelle wächst eine geschützte Gemeine Fichte namens Velký Mnich, auch Farář genannt. Die Kapelle wurde vor 1753 geweiht und 1783 unter den Reformen Josephs II. geschlossen; erhalten sind nur ihre Umfassungsmauern.
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