Palác Pachtů z Rájova, Rokokopalast in der Altstadt, Prag 1, Tschechische Republik
Der Palác Pachtů z Rájova ist ein Rokokopalais an der Anenské náměstí, das 1770 entstand, als Hubert Karel Pachta fünf mittelalterliche Häuser zu einem vierflügeligen, einstöckigen Bau um einen Hof zusammenfasste. Der Architekt Jan Josef Wirch stattete den Hof reicher aus als die schlichte Außenfassade: Säulenportikus, Balkonzugang und Bildhauerarbeiten von Ignác Platzer.
Auf dem Grundstück standen fünf mittelalterliche Häuser, die Daniel Norbert Pachta von Rájov nach 1647 aufkaufte; 1770 vereinte Hubert Karel Pachta sie zu einem Palais. Der vierflügelige, einstöckige Rokokobau mit Innenhof stammt von Jan Josef Wirch. Anfang des 20. Jahrhunderts sollte das baufällige Haus abgerissen werden, wurde aber durch den Klub Za starou Prahu gerettet.
Der Palast ist mit Graf Jan Josef Pachta verbunden, einem Musikmäzen mit eigenem Orchester, der Josef Mysliveček und Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Frau Constance empfing. Mozart, vom Grafen symbolisch in einem Zimmer eingeschlossen, komponierte dort seine sechs Deutschen Tänze (KV 509). Im Erdgeschoss des benachbarten Neuen Pachta-Palastes lag einst das Slawische Kaffeehaus, ein Treffpunkt tschechischer Patrioten.
Der Palast liegt in der Altstadt auf einem Platz, der gut zu Fuß erreichbar ist und mehrere öffentliche Verkehrsanbindungen in der Nähe hat. Von hier aus können Besucher leicht zu anderen historischen Sehenswürdigkeiten der Umgebung gehen.
Der Architekt des Palais, Jan Josef Wirch, widmete dem Hof mehr Aufmerksamkeit als der Straßenfassade: Er hat einen Säulenportikus, einen Balkonzugang und Bildhauerarbeiten von Ignác Platzer. In der Westwand des Hofes befindet sich ein kleiner Brunnen mit einer Löwenmaske, und eine monumentale zweiläufige Treppe folgt der Durchfahrt unter dem Balkon.
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