Palác Pachtů z Rájova, Barockpalast in der Altstadt, Tschechische Republik
Der Palác Pachtů z Rájova ist ein vierflügeliger Barockbau mit fast quadratischem Grundriss um einen Hof; die Hauptfassade an der Celetná hat 14 Fensterachsen, zentriert auf ein Portal mit Stuckmedaillons von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen. Die Seitenfassade an der Králodvorská hat 9 Achsen.
Vier mittelalterliche Häuser wurden im 15. Jahrhundert vereinigt und im Renaissancestil umgebaut; nach dem Französischen Brand von 1689 wurden sie zu einem Haus zusammengelegt. 1737 kaufte Ritter Josef Ignác von Langer den Bau und ließ von Kilian Ignaz Dientzenhofer einen Hochbarockumbau entwerfen, der 1740 vollendet wurde. Die Familie Pacht besaß ihn von 1801 bis 1822, und nach 1840 fügte Jan Ripota klassizistische Änderungen hinzu.
Der Palast trägt mehrere Namen: Pachtovský palác nach der Familie Pacht von Rájov, die ihn von 1801 bis 1822 besaß, sowie Seebergovský palác oder Langerovský dům nach früheren Eigentümern. Die Stuckmedaillons von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen über dem Portal in der Celetná erinnern an die Habsburgerzeit.
Der Palast steht in der Celetná 585/31, mit einer Seitenfassade in der Králodvorská 585/2 in der Prager Altstadt. Heute dient er als Verwaltungsgebäude des Innenministeriums, die Innenräume sind daher nicht für Touristen geöffnet. Von der Straße aus sieht man die 14-achsige Hauptfassade und das Portal mit Stuckmedaillons von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen.
Nach 1840 erhöhte der Baumeister Jan Ripota die Hofflügel um ein Stockwerk und fügte Arkadengänge hinzu; in den 1930er Jahren, als eine Bank das Gebäude nutzte, wurde der Hof überdacht. In einem Raum im ersten Stock ist eine Barockdecke aus Dientzenhofers Umbau erhalten.
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