Rotunde Říp, Romanische Rotunde in Mnetěš, Tschechische Republik
Die Rotunde des heiligen Georg ist ein runder Steinbau aus romanischer Zeit auf dem Gipfel des Berges Říp in Mnetěš, Tschechien, mit einem zylindrischen Turm an der Westseite. Die dicken Mauern tragen schmale Fenster, die nur wenig Licht ins Innere lassen, und der Turm ragt über das flache Kegeldach hinaus.
Herzog Soběslav I. ließ den Bau im Jahr 1126 nach seinem Sieg in der Schlacht von Chlumec erneuern, wie die erste schriftliche Erwähnung belegt. Diese Erneuerung machte den Ort zu einem Dankeszeichen für den militärischen Erfolg des Herzogs.
Der Name Rotunde des heiligen Georg erinnert an den Drachentöter, dessen Figur in zwei künstlerischen Versionen das Innere schmückt: ein Relief und eine bemalte Skulptur. Besucher sehen hier, wie tschechische Handwerker das Motiv des Ritters über Jahrhunderte neu gedeutet haben.
Die Rotunde öffnet von April bis Oktober, wobei die Öffnungszeiten im Sommer länger sind und am ersten Sonntag im Monat um halb fünf nachmittags ein Gottesdienst stattfindet. Der Aufstieg zum Gipfel erfordert gutes Schuhwerk, da der Weg steil und bei Nässe rutschig wird.
Zwei mittelalterliche Glocken aus den Jahren 1491 und 1509 hängen im Westturm und tragen tschechische Inschriften auf ihrer Oberfläche. Diese Glocken läuten noch heute von Hand, was geschulte Glöckner erfordert, die den richtigen Schwung beherrschen.
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