Říp, Erloschener Vulkan in Mnetěš, Tschechische Republik.
Říp ist ein erloschener Vulkan im zentralböhmischen Kreis, dessen Basaltkuppe sich 461 Meter über die umliegenden Ebenen erhebt. Auf dem Gipfel steht eine romanische Rotunde aus Stein, die über Wanderwege von mehreren Ortschaften aus erreichbar ist.
Die romanische Rotunde des heiligen Georg und Wojciech entstand im 12. Jahrhundert auf Befehl von Herzog Sobiesław I. nach der Schlacht bei Chlumec. Die Kapelle diente als Wallfahrtsort und verband christliche Verehrung mit älteren mythologischen Vorstellungen.
Die Legende verbindet diesen Berg mit Čech, dem mythischen Stammvater, der hier seine Leute in fruchtbaren Ebenen ansiedeln ließ. Diese Erzählung erklärt den Namen des Landes und bleibt in der tschechischen Identität bis heute lebendig.
Markierte Wanderwege führen von mehreren Ausgangspunkten zum Gipfel, wobei der Hauptweg im Dorf Rovné beginnt und etwa 2,5 Kilometer bergauf verläuft. Die Rotunde ist tagsüber meist zugänglich, und der Aufstieg dauert zwischen 45 Minuten und einer Stunde.
Die Basaltgesteine enthalten hohe Konzentrationen an Magnetit, wodurch in der Umgebung eine messbare magnetische Anomalie entsteht. Kompasse zeigen in der Nähe des Gipfels manchmal Abweichungen, die Besucher gelegentlich verwirren.
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