Strahov Bücherei, Klosterbibliothek im Stadtteil Hradčany, Prag, Tschechische Republik.
Die Strahov-Bibliothek besteht aus zwei durch einen Gang verbundenen Sälen im Kloster Strahov. Der Theologische Saal, 1671–1674 nach einem Entwurf von Giovanni Domenico Orsi erbaut, trägt ein Deckenfresko von Siard Nosecký (1721–1727). Der größere Philosophische Saal, etwa 10 auf 32 Meter und zwei Geschosse hoch mit einer Galerie, wurde 1783–1785 aus einem Getreidespeicher umgebaut.
Die erste Halle wurde zwischen 1671 und 1674 erbaut und war zunächst nur für theologische Werke bestimmt. Eine zweite Halle kam später hinzu und erweiterte die Sammlung um weltliche und wissenschaftliche Themen.
Die Deckenfresken des Theologischen Saals malte 1721–1727 der Strahover Prämonstratenser Siard Nosecký. Die Decke des Philosophischen Saals mit der Darstellung der geistigen Entwicklung der Menschheit schuf 1794 Franz Anton Maulbertsch mit seinem Schüler Martin Michl. Beide Säle sind durch Gänge verbunden, die ebenfalls als Bibliothek dienen.
Die beiden Säle, der Theologische Saal und der größere Philosophische Saal, sind durch einen Gang verbunden, der ebenfalls Bücherschränke enthält und an seinem westlichen Ende das Kuriositätenkabinett beherbergt. Der Philosophische Saal reicht über zwei Geschosse und hat in halber Höhe einen Umgang, sodass Treppen zwischen den Ebenen zu bewältigen sind. Die Bibliothek liegt im Hof des Strahover Klosters in Prag 1-Hradčany.
Das Deckenfresko des Philosophischen Saals, 1794 von Franz Anton Maulbertsch mit seinem Schüler Martin Michl gemalt, zeigt die geistige Entwicklung der Menschheit; Maulbertsch hatte bereits ein sehr ähnliches Fresko für die Bibliothek von Louka geschaffen, deren Schränke 1792 hierher gebracht wurden.
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