Slavíčský tunel, Eisenbahntunnel und Kulturdenkmal in Slavíč, Tschechische Republik.
Der Slavíčský tunel ist ein Bahntunnel von etwa 259 Metern Länge in Nordmähren mit klassizistischen Portalen an beiden Enden. Das Bauwerk durchquert die Landschaft mit einer Höhe von etwa 6 Metern und zeigt die typische Handwerkskunst dieser Bauperiode.
Der Tunnel wurde 1847 als Teil der Nordbahn des Kaisers Ferdinand erbaut und diente als bidirektionale Passage für Zugverkehr. Die Struktur erlebte eine Erweiterung 1873, als zusätzliche Gleise auf einer neuen Strecke gebaut wurden.
Der Tunnel trägt den Namen des nahe gelegenen Ortes Slavíč und zeigt an seinen Portalen die elegante Formensprache des Klassizismus. Besucher können die Handwerkskunst der Portale unmittelbar erleben und wie dieser Durchgang die Landschaft prägt.
Das Bauwerk ist heute nicht mehr im aktiven Eisenbahnverkehr, kann aber von außen besichtigt werden und seine Portale sind gut sichtbar. Das Gelände ist leicht zugänglich, ideal für Besucher, die sich für historische Infrastruktur und Ingenieurswerk interessieren.
Der Tunnel entstand wegen geologischer Herausforderungen, die der Ingenieur Karel Hummel erkannt hatte und die ihn zu einem unterirdischen Design statt einer offenen Ausschachtung zwangen. Diese Anpassung zeigt, wie praktische Probleme bei frühen Eisenbahnprojekten zu innovativen Lösungen führten.
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