Tachovský vodopád, Naturdenkmal in Troskovice, Tschechien.
Tachovský vodopád ist ein Naturdenkmal etwa 200 Meter südwestlich von Tachov, einem Ortsteil von Troskovice im Bezirk Semily. Ein namenloser linker Zufluss des Baches Jordánka hat sich in weiche kalkhaltige Mergel eingegraben und dabei Travertinkaskaden sowie einen rund zehn Meter hohen Wasserfall geformt, wo der Bach eine Wand aus Teplice-Sandstein überwindet. Der Sandstein ist mit Sinter überzogen, unter dem Überhang steht ein etwa zehn Zentimeter großer Stalagmit.
Tachovský vodopád ist ein unter der Nummer 2268 eingetragenes Naturdenkmal, das von der Verwaltung des Landschaftsschutzgebiets Český ráj betreut wird. Geschützt sind eine Kaskade aus kompaktem Tuff, Sinterüberzüge auf Quarzsandstein, Gesteinsperforationen und kleine Höhlen. Der Tuff schließt Baumblätter und sogar Stücke von Hausmüll ein, was zeigt, dass die Bildung geologisch jung ist.
Die Wasserfallzone beherbergt geschützte Pflanzenarten wie Frühlingsknotenblume, die in der tschechischen Naturschutzpraxis eine wichtige Rolle spielen. Diese Arten zeigen, wie wertvoll der Ort für den Erhalt seltener Flora ist.
Kein markierter Weg führt direkt in das Schutzgebiet; der rot markierte Zlatá stezka Českého ráje verläuft durch Tachov, etwa 200 Meter nordöstlich des Wasserfalls. Eine Gemeindestraße von Troskovice zum Camp am Teich Vidlák führt etwa 500 Meter westlich vorbei, am Teich Krčák und der Grenze des Reservats Podtrosecká údolí.
Der Travertin enthält eingebettete Baumblätter und sogar Stücke von Siedlungsabfall, was zeigt, dass die Formation geologisch jung ist. Unter dem Überhang des Wasserfalls sitzt ein etwa zehn Zentimeter großer Stalagmit.
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