Bochner of Stražisko Palace, Palast im Stil der Renaissance im Stadtteil Trnitá, Tschechische Republik
Der Bochner-Palast von Stražisko ist ein weitläufiger historistischer Palastbau in der Přízová-Straße im Brünner Viertel Trnitá, den Josef Arnold 1864–1867 für die Textilfabrik Vlněna errichtete. Er besitzt mehrere Innenhöfe und ist mit den ehemaligen Industriegebäuden verbunden. Seine Westfassade lag im Kataster von Náhon, der rückwärtige Hofteil gehörte zu Křenová.
Johann Bochner gründete 1828 auf diesen Grundstücken eine Wollspinnerei; seine Söhne Theodor und Edmund bauten sie aus, und Edmund wurde 1885 mit dem Prädikat „ze Stražiska“ nach seinem Schloss bei Konice geadelt. Der Palast selbst entstand 1864–1867 nach Plänen von Josef Arnold und zählt zu den ältesten Neorenaissancebauten Brnos. Nach Edmunds Tod 1903 kaufte Josef Stiassni die Fabrik, danach übernahmen seine Söhne Ernst und Alfred mit Paul Neumark; zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ging der Betrieb an den deutschen Fabrikanten Julius Kunert.
Der Palast trägt den Namen von Edmund Bochner, der 1885 als „ze Stražiska“ nach seinem Schloss bei Konice geadelt wurde. Die Familie Bochner gründete 1828 eine Wollfabrik auf dem Gelände; der Palast selbst wurde 1864–1867 als Teil des Textilkomplexes Vlněna errichtet.
Der Palast steht in der Přízová-Straße im Viertel Trnitá; seine Westfassade gehörte einst zu Náhon, seine Rückseite zu Křenová. Die umliegende Vlněna-Fabrik wurde 2016 abgerissen, sodass der Palast heute zwischen neuen Bürogebäuden liegt. Nähern Sie sich über die Přízová-Straße, um die Hauptfassade zu sehen.
Ein Fenster im Erdgeschoss zeigt eine geschnitzte Kinderfigur, die die handwerklichen Fähigkeiten des 19. Jahrhunderts demonstriert. Diese kleine Verzierung ist leicht zu übersehen, verdient aber Aufmerksamkeit wegen ihrer feinen Ausführung.
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