Church of Saint John the Baptist, Gotische Kirche in Město, Tschechische Republik.
Die Kirche des heiligen Johannes des Täufers und des heiligen Johannes des Evangelisten steht in den Smetanovy sady an der Jánská-Straße in Opava. Sie wurde als dreischiffige Hallenkirche mit drei Jochen je Schiff und einem schmaleren, fünfseitigen, gewölbten Presbyterium mit Spitzbogenfenstern und Tuffstein-Maßwerk errichtet. Der Barockumbau Anfang des 18. Jahrhunderts mauerte die gotischen Pfeiler ein und ersetzte den Dachreiter durch einen Turm hinter dem Giebel; der heutige Holzturm ist eine Nachkriegsrekonstruktion.
Herzog Nikolaus II. von Troppau stiftete in den 1330er Jahren ein Hospital und eine Nikolauskapelle; zwei Jahrzehnte später übergab er sie den Johannitern, die drei Jahre danach auch die neu errichtete Kirche erhielten, die dem heiligen Johannes dem Täufer und dem heiligen Johannes Evangelist geweiht war. Die Kommende des Ordens entstand 1377. Nach den Bränden von 1431, 1461 und 1689 wurde die Kirche Anfang des 18. Jahrhunderts barock umgebaut; im April 1945 schwer beschädigt, ist ihr hölzerner Turm eine Nachkriegsrekonstruktion.
Die Doppelweihe an Johannes den Täufer und Johannes den Evangelisten stammt vom Johanniter- bzw. Malteserorden, der die Kirche drei Jahre erhielt, nachdem er im 14. Jahrhundert das von Herzog Nikolaus II. gestiftete Nikolausspital übernommen hatte. Seit 2021 hat der Verein Kostel sv. Janů den Bau übernommen; hier finden Konzerte statt, unter anderem mit dem Festival Slunovrat.
Die Kirche steht in den Smetanovy sady an der Jánská-Straße im Stadtteil Město von Opava. Um 2010 endeten die regelmäßigen Gottesdienste, und das Bauwerk war zeitweise geschlossen; seit 2021 betreut der Verein Kostel sv. Janů die Kirche. Ein monatlicher Gottesdienst ist am ersten Sonntag jedes Monats um 11 Uhr geplant, zelebriert von Militärkaplan Kamil Vícha.
Der hölzerne Turm der Kirche ist ein Nachkriegswiederaufbau, der nicht dem historischen Aussehen entspricht; die Kriegsschäden zerstörten den Turm, den der Baumeister Julius Ludwall Ende des 19. Jahrhunderts errichtet hatte. In der Außennische steht eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts, die in den 1950er Jahren von der Brücke nach Kateřinky hierher versetzt wurde.
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