Minoritenkloster Opava, Mittelalterliches Kloster in Opava, Tschechische Republik.
Das Minoritenkloster in Opava liegt in der Masarykova třída 39, Hausnr. 342, zwischen dem ehemaligen Viehmarkt und der Stadtmauer. Seine Heilig-Geist-Kirche besitzt einen gotischen Presbyterium mit einem Kreuzrippengewölbe von über 20 m Höhe, das im 14. Jahrhundert umgebaut wurde; der Südflügel des Konvents enthält ein Refektorium und ein Eingangsportal, und der Westflügel des Kreuzgangs bewahrt mittelalterliches Mauerwerk.
Das Kloster ist erstmals am 3. April 1250 belegt, als das Konvent von Opava bei einem Kapitel in Hradec Králové in die böhmisch-polnische Provinz aufgenommen wurde. Ein Brand zerstörte es am 31. Juli 1431, und vom späten 14. Jahrhundert bis 1854 tagte hier das Landgericht. Zwischen 1735 und 1758 barock umgebaut, wurde es im April 1950 während der „Akce K“ verstaatlicht und Anfang der 1990er Jahre den Minoriten zurückgegeben.
Die Minoriten beschränkten sich nicht auf den Gottesdienst: Sie überließen einen Teil des Klosters den öffentlichen Behörden, und das Landgericht des Herzogtums Troppau tagte hier vom späten 14. Jahrhundert bis 1854, wobei das alte Dormitorium ab 1575 zum Gerichtssaal umgebaut wurde. 1666 mietete das Landgericht einen Teil des Kapitelsaals für sein Archiv. Die Troppauer Herzöge besuchten die Messe in der Kirche zum Heiligen Geist und wurden dort bestattet.
Besucher können das Kloster leicht vom Horní náměstí aus erreichen, wo die meisten touristischen Informationen verfügbar sind. Es ist ratsam, die Öffnungszeiten vorab zu überprüfen, da die Zugänglichkeit als aktive religiöse Stätte begrenzt sein kann.
Die Klosterkirche diente den Herzögen von Troppau als Grablege: Hier liegen Herzog Nikolaus II., seine Frau Jutta von Falkenberg, Wenzel I., Přemysl I., Arnošt von Troppau und Münsterberg sowie Viktorin, Sohn Georgs von Podiebrad. Auch das schlesische Landgericht tagte vom späten 14. Jahrhundert bis 1854 im Kloster.
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