Katharinenkapelle, Gotische Burgkapelle in Karlštejn, Tschechische Republik
Die Katharinenkapelle liegt im zweiten Obergeschoss des Marienturms der Burg Karlštejn. Der kleine rechteckige Raum misst 2,33 auf 3,92 Meter, ist mit einem Kreuzrippengewölbe gedeckt und wird durch zwei Maßwerkfenster im Süden beleuchtet. Seine Wände sind mit geschliffenen Halbedelsteinen verkleidet, die ältere Wandmalereien teilweise verdecken.
Die Kapelle war im 14. und 15. Jahrhundert laut Tomáš Durdík dem heiligen Palmazius geweiht. Der Name der heiligen Katharina erscheint erst 1515 im Burginventar, im Zusammenhang mit einem neuen Tragaltar, den der damalige Dekan Jan ze Stradouně anfertigen ließ. Die Zuschreibung an Katharina geht auf einen Irrtum Václav Hájek z Libočans zurück, den Bohuslav Balbín stützte.
Der Name der heiligen Katharina ist ein späterer Irrtum: Im 14. und 15. Jahrhundert war die Kapelle dem heiligen Palmatius geweiht; der heutige Name erscheint im Burginventar von 1515 zusammen mit einem tragbaren Altar, den der Karlsteiner Dekan Jan ze Stradouně anfertigen ließ. Katharina nimmt in der Ausmalung, die auf die Passion Christi und das Reliquienkreuz ausgerichtet ist, nur einen untergeordneten Platz ein.
Zwei kleine Öffnungen durchbrechen die Wand zwischen Kapelle und Kirche: die untere diente dazu, dem Kaiser Dokumente zur Unterschrift zu reichen, die obere, mit einer Eisentür verschlossen, zum Einschieben einer Öllampe für das Abendgebet. Heute ist die Kapelle im Rahmen der Burgführungen zugänglich.
Die Weihe der Kapelle an die heilige Katharina ist ein historischer Irrtum: Im 14. und 15. Jahrhundert war sie dem heiligen Palmatius geweiht, und der Name Katharina erscheint erst 1515 im Burginventar, im Zusammenhang mit einem tragbaren Altar, den der Dekan Jan ze Stradouně in Auftrag gab. Verbreitet wurde der Irrtum von Václav Hájek z Libočan und gestützt von Bohuslav Balbín.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.575 Mitwirkenden weltweit.