Elisabethinerinnenkloster Kadaň, Religiöses Monument in Kadaň, Tschechische Republik.
Das Elisabethinerinnenkloster in Kadaň ist ein vierflügeliger Barockbau in Hanglage im Schutzgebiet Špitálské předměstí, errichtet 1748–1755. Die Fassaden gliedern Kordonbänder, die Fenster haben einfache steinerne Gewände mit erhöhtem Sturz. Rechts der westlichen Hauptfront steht die Kirche der Heiligen Familie, vor ihr eine breite offene Steintreppe mit Bildschmuck und dem Wappen der Stifterin über dem Portal.
Gräfin Karolina Justina von Schönkirch holte die Elisabethinerinnen nach Kadaň; die offizielle Einführung des Ordens erfolgte am 16. November 1746, der Grundstein wurde am 14. Juli 1748 gelegt. Konvent und Kirche der Heiligen Familie wurden 1755 vollendet. 1961 verließen die Schwestern das Kloster, das Gebäude wurde ein karitatives Heim.
Das Kloster trägt den Namen der heiligen Elisabeth und zeigt, wie religiöse Gemeinschaften in dieser Region lebten und ihre Gebäude gestalteten. Besucher können heute noch die Raumaufteilung erkennen, die das tägliche Leben der Ordensschwestern widerspiegelt.
Das Kloster steht im Denkmalreservat Špitálské předměstí auf abschüssigem Gelände, die Kirchenfassade öffnet sich gegenüber der historischen Altstadt von Kadaň. Der Kircheneingang liegt auf Höhe des ersten Stockwerks des Konvents und ist über eine große offene Steintreppe mit steinernem, skulptiertem Geländer erreichbar.
Die Klosterapotheke mit eigenem Garten lieferte Arzneien nicht nur an das Hausspital, sondern auch an andere Krankenhäuser. Ihre medizinischen Bücher und Rezepte aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind als seltene Dokumente erhalten.
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