Moravský kras, Geschütztes Karstgebiet in Südmähren, Tschechische Republik
Der Moravský kras ist ein Karstgebiet in Südmähren, das sich über eine große Fläche erstreckt und von Kalksteinfelsen, tiefen Schluchten und Erdfällen geprägt ist. Das Gebiet enthält mehr als tausend registrierte Höhlensysteme, wobei fünf davon für Touristen zugänglich sind und unterschiedliche unterirdische Landschaften zeigen.
Das Gebiet wurde 1956 unter Schutz gestellt und war das dritte große geschützte Naturgebiet der Tschechoslowakei nach der Hohen Tatra und dem Böhmischen Paradies. Die Region hat Menschen seit der Steinzeit angezogen, wie Funde in den Höhlen zeigen.
Der Name bezieht sich auf die Karstlandschaft, die durch Wasser und Kalkstein geformt wurde und über Jahrhunderte hinweg Menschen anzog. Heute können Besucher in den offenen Höhlen die Spuren früherer Bewohner sehen, darunter Werkzeuge und Kunstwerke aus der Steinzeit.
Die fünf für Besucher zugänglichen Höhlen liegen über das Gebiet verteilt und erfordern unterschiedliche Zugänge je nach Standort und Art der Höhle. Am besten erkundet man das Gebiet mit einem Auto oder durch Wanderungen, da die Höhlen nicht alle direkt nebeneinander liegen.
Eine der längsten Höhlen des Landes, die Amatérská-Höhle, befindet sich hier und zieht Höhlenkundler und neugierige Besucher an. Ihr unterirdisches Netzwerk offenbart komplexe geologische Strukturen, die Wissenschaftler seit Generationen faszinieren.
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