Stierfelsen, Höhle und archäologische Stätte in Habrůvka, Tschechische Republik
Die Höhle erstreckt sich über mehr als 13 Kilometer durch Kalksteinformationen und bildet das zweitlängste Höhlensystem des Landes. Der Eingangsbereich öffnet sich zu einem großen Saal mit hohen Decken und schmalen Gängen, die tiefer ins Gestein führen.
Archäologen entdeckten hier in den 1870er Jahren Werkzeuge und Schmuck aus der Hallstattzeit sowie menschliche Überreste. Später nutzten Bewohner der Altsteinzeit die Höhle als Unterschlupf bei der Jagd auf Großwild in der Umgebung.
Der Name bedeutet "Stierhöhle" und stammt von einer bronzenen Stierfigur, die hier gefunden wurde und heute Besucher neugierig macht. Wanderer erreichen den Eingang über einen Waldpfad, der am Dorfrand beginnt und durch ein kleines Tal führt.
Führungen finden an Wochenenden im Mai statt und zeigen den vorderen Bereich bis zur großen Halle. Die Wege im Inneren sind uneben und erfordern festes Schuhwerk sowie warme Kleidung, da die Temperatur das ganze Jahr über kühl bleibt.
Betonverstärkungen am Eingang stammen aus dem Zweiten Weltkrieg, als Pläne für eine Flugzeugmotorenfabrik entstanden, die nie gebaut wurde. Einige Abschnitte im Inneren bleiben für Forscher reserviert, da sie empfindliche Ablagerungen und noch laufende Studien enthalten.
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