Villa Winternitz, Funktionalistische Villa in Smíchov, Tschechische Republik.
Die Villa Winternitz ist ein dreigeschossiges funktionalistisches Haus in der Straße Na Cihlářce 10 in Smíchov, erbaut 1931–1932 nach Plänen von Adolf Loos mit Karel Lhota, dem Urheber der Innenelemente. Die elfenbeinfarbene Fassade, „beige Prinzessin“ genannt, trägt ein Flachdach mit einer Dachpergola aus horizontalen Balken auf Pfeilern, ein hohes schmales Fenster, ein abgerundetes Eckfenster mit dünnem Balkongeländer und ein großes mehrteiliges Fenster. Im Inneren verbindet der Raumplan die Wohnhalle mit einem erhöhten Speisezimmer und einem kleinen Salon.
Die Villa Winternitz wurde 1931–1932 für den Rechtsanwalt Josef Winternitz und seine Familie nach einem Entwurf von Adolf Loos mit Karel Lhota erbaut; es war Loos’ letztes realisiertes Projekt. Die Familie lebte bis 1941 dort, als die Villa beschlagnahmt wurde; 1943 wurden sie nach Terezín und 1944 nach Auschwitz deportiert, wo Josef und sein Sohn Petr starben. Nach dem Krieg diente das Gebäude bis 1995 als Kindergarten, und die Familie erhielt es 1997 durch Restitution zurück.
Der Spitzname der Villa, die Beige Prinzessin, stammt von ihrer elfenbeinfarbenen Fassade. Seit 1999 finden hier Veranstaltungen wie das Happening Díra nedíra und die offenen Tage Ve vile statt; sie ist im Katalog Iconic Houses der modernistischen Hausmuseen verzeichnet.
Die Villa kann an Wochentagen und am Wochenende besichtigt werden, wobei die genauen Öffnungszeiten vorab überprüft werden sollten. Das Gebäude ist relativ leicht zu Fuß erreichbar und bietet Führungen an, die die Architekturmerkmale erklären.
Die elfenbeinfarbene Außenfassade trug der Villa den Beinamen „Beige Prinzessin“ ein. Ihr letzter privater Eigentümer, der Rechtsanwalt Josef Winternitz, wurde 1943 mit seiner Familie deportiert; er und sein Sohn Petr starben 1944 in Auschwitz. Die Familie erhielt das Haus 1997 aufgrund der Restitutionsgesetze zurück.
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