Národní dům, Art Nouveau Kulturzentrum in Karlín, Prag, Tschechische Republik.
Das Národní dům ist ein freistehender dreigeschossiger Bau in der Hybešova-Straße am Südrand der Kaizlovy sady. Nach Plänen von Josef Sakař im postsecessionistischen Klassizismus errichtet, zeigt es gestufte, durch Risalite gegliederte Fassaden, ein Mansarddach mit Giebeln und Gauben sowie eine monumentale dreiläufige Treppe, die zu einem Balkon über dem Haupteingang führt. Der Bauschmuck stammt von Antonín Štrunc und Otakar Rákosník.
Der Architekt Josef Sakař vollendete diesen Bau 1911 als Treffpunkt für die Bewohner des Viertels Karlín. Die Struktur spiegelt die künstlerischen Tendenzen der frühen 1900er Jahre wider.
Das Haus dient seit 1938 dem tschechischen Rundfunk; im Protektorat sendete es als Reichssender Böhmen. Der Große Saal wurde zum Studio A, in dem Tanz- und Unterhaltungsorchester aufnahmen, darunter Karel Vlach und das Tanzorchester des Tschechoslowakischen Rundfunks. Seit 1990 heißt das Regionalstudio Regina Praha; heute beherbergt es Rádio Praha und Region, und die Innenräume öffnen beim Festival Open House Praha kurz für die Öffentlichkeit.
Das Zentrum liegt in der Nähe mehrerer Straßenbahnhaltestellen und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher finden regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, deren genaue Zeiten man am besten vorher überprüft.
Eine weiße Gedenktafel an der Fassade erinnerte an den Gründungskongress der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei 1921; 1989 entfernt, kam sie in den Keller. Der Rundfunkredakteur Karel Pech, am 18. Mai 1917 in diesem Haus geboren, verspottete die Stelle später mit einem leeren weißen Schild.
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