Kladno Chateau, Kulturdenkmal in Kladno, Tschechische Republik.
Das Kladno-Schloss ist ein drei-flügeliges Gebäude mit zwei Geschossen, das auf gotischen Kellergewölben ruht und Elemente der böhmischen Barockarchitektur zeigt. Im Inneren befinden sich die Stadtgalerie, das Heimatmuseum Sladecek und eine Zweigstelle der Stadtbibliothek, die das Gebäude mit kulturellen Funktionen füllen.
Zuerst stand hier eine gotische Feste aus dem 14. Jahrhundert, Sitz der Familie Kladenský z Kladna. Jiří Žďárský ze Žďáru ließ sie zu einem Renaissanceschloss umbauen, das 1566 fertig wurde. Nach 1705, als das Kloster Břevnov die Herrschaft übernahm, entwarf Kilián Ignác Dientzenhofer die Barockform: Die Befestigung und der Südflügel mit seinem Rundturm wichen, und die Außenarbeiten waren unter Abt Benno Löbl 1740 weitgehend abgeschlossen.
Die Kapelle ist dem heiligen Laurentius geweiht; ihre Gänge und die Kapelle wurden bei den Innenarbeiten nach Abschluss der Außenarbeiten im Jahr 1740 unter Abt Benno Löbl mit Fresken von Karel Kovář ausgemalt. Das Schloss war 1705 an das Kloster Břevnov übergegangen, und die Äbte Otmar Daniel Zinke und danach Löbl leiteten seinen Umbau.
Das Schloss steht in der Zádušní-Straße; im Garten, etwa zwanzig Meter westlich des Gebäudes, sind die gotischen Keller der älteren Hořejší tvrz erhalten. Der Südflügel mit seinem zylindrischen Turm wurde beim barocken Umbau abgetragen, sodass der heutige Grundriss kleiner ist als der renaissancezeitliche.
Die Hořejší tvrz, der ursprüngliche Sitz der Familie, stand im Schlossgarten; ihre gotischen Keller sind etwa zwanzig Meter westlich des Schlosses erhalten. Der Name Hořejší gehört zu dieser Feste, nicht zum Schloss, das aus einer anderen Burg hervorging.
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